Bhagavad Gita, Verse 3.11-19 – das Opfer als spirituelle Praxis

Opfer

Feuerritual Opfer

In diesem Abschnitt aus dem 3. Kapitel der Bhagavad Gita geht es abermals um die wichtige Praxis des Karma Yoga die hier als Opfer an die Götter beschrieben wird.

Das Opfer als spirituelle Praxis

Zu Ofern bedeutet hier all seine Handlungen in den Dienst an das große Ganze zu stellen. Diese Art von Handeln bedarf einer inneren Einstellung die wir als Karma Yoga bezeichnen. Karma Yoga ist das Akzeptieren nur ein kleiner Teil eines größeren Ganzen zu sein, und seine Aktivitäten in den Dienst an dieses zu stellen. Opfern bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man die Handlungen nicht ausführt um für sich einen Vorteil zu bekommen, sondern weil etwas getan werden muss. Man Tut was anliegt zum wohler aller Beteiligten und nach besten Wissen und Gewissen, zugleich akzeptiert man das Ergebnis wie es ist. Im vortrag wird diese Einstellung sicherlich noch besser deutlich.

Bhagavad Gita, Verse 3.11-19 – Opfer als Karma Yoga Aspekt

Die Verse 11-19 des 3. Kapitels der Bhagavad Gita

  • Bhagavad Gita, Vers 3.11:
    देवान्भावयतानेन ते देवा भावयन्तु वः
    परस्परं भावयन्तः श्रेयः परमवाप्स्यथ
    devānbhāvayatānena
    te devā bhāvayantu vaḥ
    parasparaṃ bhāvayantaḥ
    śreyaḥ paramavāpsyatha
    „Damit speise du die Götter, und die Götter mögen dich speisen; indem ihr euch also so gegenseitig speist, wirst du das höchste Gut erlangen.“
  • Bhagavad Gita, Vers 3.12:
    इष्टान्भोगान्हि वो देवा दास्यन्ते यज्ञभाविताः
    तैर्दत्तानप्रदायैभ्यो यो भुङ्क्ते स्तेन एव सः
    iṣṭānbhogānhi vo devā
    dāsyante yajñabhāvitāḥ
    tairdattānapradāyaibhyo
    yo bhuṅkte stena eva saḥ
    „Da du die Götter im Opfer gespeist hast, werden sie dir das Gewünschte geben. Wer also genießt, was die Götter ihm geben, ohne ihnen dafür zu opfern, ist in der Tat ein Dieb.“
  • Bhagavad Gita, Vers 3.13:
    यज्ञशिष्टाशिनः सन्तो मुच्यन्ते सर्वकिल्बिषैः
    भुञ्जते ते त्वघं पापा ये पचन्त्यात्मकारणात्
    yajñaśiṣṭāśinaḥ santo
    mucyante sarvakilbiṣaiḥ
    bhuñjate te tvaghaṃ pāpā
    ye pacantyātmakāraṇāt
    „Die Rechtschaffenen, die die Reste der Opfergaben verzehren, werden von allen Sünden befreit; die Sündigen aber, die Speisen für sich selbst zubereiten, nehmen wahrlich Sünde zu sich.“
  • Bhagavad Gita, Vers 3.14:
    अन्नाद्भवन्ति भूतानि पर्जन्यादन्नसंभवः
    यज्ञाद्भवति पर्जन्यो यज्ञः कर्मसमुद्भवः
    annādbhavanti bhūtāni
    parjanyādannasaṃbhavaḥ
    yajñādbhavati parjanyo
    yajñaḥ karmasamudbhavaḥ
    „Aus Nahrung entstehen die Wesen; aus Regen entsteht Nahrung; aus dem Opfer entsteht Regen, und das Opfer kommt aus Handlung.“
  • Bhagavad Gita, Vers 3.15:
    कर्म ब्रह्मोद्भवं विद्धि ब्रह्माक्षरसमुद्भवम्
    तस्मात्सर्वगतं ब्रह्म नित्यं यज्ञे प्रतिष्ठितम्
    karma brahmodbhavaṃ viddhi
    brahmākṣarasamudbhavam
    tasmātsarvagataṃ brahma
    nityaṃ yajñe pratiṣṭhitam
    „Wisse, dass Handlung von Brahma kommt, und Brahma kommt vom Unvergänglichen. Daher ist das Alldurchdringende immer im Opfer zugegen.“
  • Bhagavad Gita, Vers 3.16:
    एवं प्रवर्तितं चक्रं नानुवर्तयतीह यः
    अघायुरिन्द्रियारामो मोघं पार्थ स जीवति
    evaṃ pravartitaṃ cakraṃ
    nānuvartayatīha yaḥ
    aghāyurindriyārāmo
    moghaṃ pārtha sa jīvati
    „Wer hier nicht dem Rad folgt, das so in Bewegung gesetzt wurde, wer in Sünde lebt und in Sinnesgenüssen schwelgt, der lebt umsonst, Oh Arjuna.“
  • Bhagavad Gita, Vers 3.17:
    यस्त्वात्मरतिरेव स्यादात्मतृप्तश्च मानवः
    आत्मन्येव च संतुष्टस्तस्य कार्यं न विद्यते
    yastvātmaratireva syād
    ātmatṛptaśca mānavaḥ
    ātmanyeva ca saṃtuṣṭas
    tasya kāryaṃ na vidyate
    „Aber für den Menschen, der sich nur im Selbst erfreut, der Zufriedenheit im Selbst findet und im Selbst Genüge hat, für den gibt es nichts zu tun.“
  • Bhagavad Gita, Vers 3.18:
    नैव तस्य कृतेनार्थो नाकृतेनेह कश्चन |
    न चास्य सर्वभूतेषु कश्चिदर्थव्यपाश्रयः
    naiva tasya kṛtenārtho
    nākṛteneha kaścana
    na cāsya sarvabhūteṣu
    kaścidarthavyapāśrayaḥ
    „Für ihn ist es ohne Bedeutung, was getan und was unterlassen wird; er ist auch von niemandem in keiner Weise abhängig.“
  • Bhagavad Gita, Vers 3.19:
    तस्मादसक्तः सततं कार्यं कर्म समाचर
    असक्तो ह्याचरन्कर्म परमाप्नोति पूरुषः
    tasmādasaktaḥ satataṃ
    kāryaṃ karma samācara
    asakto hyācarankarma
    paramāpnoti pūruṣaḥ
    „Daher tue ohne Verhaftung stets das, was getan werden muss; denn durch verhaftungsloses Handeln erreicht der Mensch das Höchste.“
Opfer ins Feuer

Narada mit Sukadev beim Opfer ins Feuer

Opfer Blumen Sivananda

Opfer von Blumen zu Ehren Swami Sivanandas

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Opfer mit Yantra

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