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Verschiedene Bhakti Yoga Konzepte

gesprochenes allgemein  liebe hingabe Demut bhakti yoga Bhakti Marga Bhakti

Homa im Krishnatempel

 

Bhakti Yoga ist im Grunde genommen sehr einfach zu verstehen und wahrlich unkompliziert: Es geht um das Kultivieren und Leben der reinen Liebe zu Gott.

Bhakti ist das Entwickeln von Demut und Hingabe gegenüber Gott um dann dem Göttlichen mehr und mehr dienen zu können und sich letztlich mit Gott zu verbinden. Die Frage die sich dabei zuerst stellt ist, was man sich unter dem Wort Gott vorstellt. Im ganzheitlichen Yoga haben wir ein sehr offenes Konzept von Gott und jeder muss selbst schauen welche Vorstellung von Gott man pflegen möchte.

So heißt es im Śrīmad Bhāgavatam Vers 1.2.11 sehr schön:

“Die Weisen welche die absolute Wahrheit entdeckten, benannten diese nonduale Wirklichkeit auf drei Arten Brahman, Paramātmā oder Bhagavān.”

Also: Gott ist im Bhakti Yoga dreierlei:

  • Brahman, das alldurchdringende Bewusstsein jenseits aller Formen und Eigenschaften
  • Paramātmā, das höchste Selbst jenseits des Körpers und seiner Funktionen
  • Bhagavān, ein persönlicher Gott mit Gestalt.

Formen von Bhagavān oder ishvara gibt es viele, so zB Shiva, Krishna, Durga, mehr über die unterschiedlichen Aspekte von Gott findest du in diesem Artikel über die Götter als Audiovortrag.

Vortrag über Bhakti Yoga:

Die einzelnen Konzepte habe ich hier nochmals aufgelistet:

Apara- und Para- Bhakti

Para Bhakti und Jnana sind eins

der Bhakta gebraucht sein Gefühl, der Jnani seinen Verstand und seinen Willen

Bhakti beginnt mit Liebe und Jnana mit Denken und Selbstanalyse

am Ende steht bei beidem die Vereinigung mit dem Göttlichen

Vier Arten von Bhakti Yogis nach Bhagavad Gita

  1. Aarta (Leid)
  2. Jijnasu (Neugier)
  3. Artharthi (Wunsch nach Objekt)
  4. Jnani (Weise)
  • VII.16.: „Vier Arten von tugendhaften Menschen verehren mich, oh Arjuna, nämlich die Verzweifelten, die nach Wissen suchenden, die nach Wohlstand strebenden und die Weisen, oh Herr der Bharatas.“
  • 17.:  „Unter ihnen ist der Weise, Beständige und dem Einen ergebene der beste, denn ich bin dem Weisen über alle Maßen lieb, und er ist mir lieb.“
  • 18.: „Edel sind sie wahrhaft alle; aber ich betrachte den Weisen als mein Selbst; denn mit beständigem Geist ruht er allein in mir, da ich sein höchstes Ziel bin.“

Die 5 Bhavas

  • Dasya Bhava- Man sieht sich als Diener Gottes und tut alles für ihn.
  • Sakhya Bhava- Man fühlt sich als Freund Gottes.
  • Shanta Bhava- Man sieht Gott als Frieden der in allem wohnt.
  • Vatsalya Bhava- Man sieht das Göttliche als sein Kind und umsorgt es.
  • Madhurya Bhava- Man sieht Gott als gleichberechtigten Geliebten und bildet eine Einheit.

Die 9 Formen der Hingabe im Bhakti Yoga

  • Shravana- das Hören von Geschichten über Gott
  • Kirtana- das Singen von Gottes Namen
  • Smarana- das Denken an Gott
  • Padasevana- das Dienen zu Füssen Gottes, der letztlich alles ist
  • Archana- das Verehren von Gott
  • Vandana- das Verneigen vor Gott
  • Dasya- die Liebe zu Gott als sein Diener
  • Sakya- das Leben als Freund Gottes
  • Atmani Vedanam- die völlige Hingabe gegenüber Gott

Sechs Methoden, um Bhakti zu entwickeln

1. Dienst an Heiligen und Lehrern

2. Wiederholen von Gottes Namen

3. Satsang

4. Hari Kirtan

5. Studium von religiösen Büchern

6. Pilgerreisen und Aufenthalt an heiligen Orten

Acht Zeichen von Bhakti

1. Ashrupaata (Tränen)

2. Pulaka (Zubergestehen der Haare)

3. Kampana (Erbeben)

4. Rodana (Weinen oder Schluchzen)

5. Haasya (Lachen)

6. Sveda (Transpirieren, Schwitzen)

7. Murchha (in Ohnmacht fallen)

8. Svarabhanga (Unfähigkeit zu sprechen).

Vier Voraussetzungen für einen Bhakta

1. Bescheiden sein wie ein Grashalm

2. duldungsfähig sein wie ein Baum

3. Lob und Anerkennung nicht für sich selbst wünschen, jedoch andere loben und respektieren

4. ständig den Namen des Herrn wiederholen.

 

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