Das Fest der Liebe. Über Jesus.

In diesen Tagen steuern wir wieder auf das Kommerz-Fest Nr.1 zu. In den Innenstädten leuchten die Ketten und die Menschen geben ihr Geld aus für Dinge die keiner braucht, und Glühwein. Die Tage werden unerträglich kurz und kalt und im Fernseher werden wir wie alle Jahre wieder auf die „Heiligen Tage“ eingestimmt. „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ ist der dazu passende Slogan aus diesem Jahr. Natürlich ist es schön wenn sich Familien treffen und zusammen kochen, singen, sich beschenken und vielleicht sogar zur Ruhe kommen. Dennoch möchte ich dazu Anregen, sich bei dieser Gelegenheit ein paar Gedanken über Weihnachten und den „Heiland“ zu machen.

Fest der Liebe

Zunächst mal ist es so, dass für das Weihnachtsfest allein in Deutschland geschätzte 50.000.000 Tiere getötet werden! Festbraten & Bockwurst (das häufigste Abendessen am 24.) bedingt immer, dass Tiere für unseren Genuss gelitten haben und getötet wurden. Wieso nennt man es „Das Fest der Liebe“?

An keinem anderen Tag im Jahr finden soviele Selbstmorde statt wie am heiligen Abend…

Aber dieser Wahnsinn soll nicht der Inhalt dieses Artikels sein. Ich möchte ein bischen über die Hintergründe schreiben.

Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus dem Christus.
Einem Menschen von dem gesagt wird er sei der Sohn Gottes, der einzige Sohn Gottes?
Und was ist mit uns? Bin ich etwa nicht der Sohn Gottes? Ja was denn sonnst! Warum sollte Gott (ist es eine Person?) nur einen Sohn haben? Sind wir nicht alle die Kinder Gottes? Was auch immer man unter dem Begriff Gott verstehen mag, aber ein solches Denken beschränkt die Unbegrenztheit und Allmacht des Göttlichen. Ob das Göttliche lieb oder zornig ist sei mal dahingestellt, aber es wohnt in jedem einzelnen von uns. Und es ist erfahrbar.
Im übrigen denke ich das Gott nur ein Konzept ist, ihn zu erfahren ist nur möglich wenn wir uns von unseren Vorstellungen über ihn lösen..

Um eines klar zu stellen: Ich glaube an Jesus, ich fühle mich mit ihm verbunden und bete sogar manchmal zu ihm. Aber Er ist doch nicht mehr oder weniger als jeder andere Mensch auf der Welt! Die Geschichte berichtet über viele grosse Seelen mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten. Indiens Geschichte ist voll von Menschen mit übersinnlichen Kräften. Wieso hat aber Jesus so eine extraordinäre Stellung? Weil er über Wasser laufen konnte? Vielleicht eher weil er Wein aus Wasser machen konnte? Zeichnet ihn die Tatsache das er am Kreuze gestorben ist als Übermenschen aus? Auch andere Menschen sind für ihre hohen Ideale umgebracht worden, und nicht wenige im Namen von Jesus…

Nein! Ich denke eher, dass Jesus ein „gewöhnlicher“ Heiliger oder ein revolutionärer spiritueller Meister war und von den Menschen zu dem gemacht wurde, als das er heute häufig gesehen wird. Jesus hat keine Kirche gegründet und keine „heiligen Texte“ verfasst. Ebensowenig wie seine direkten Schüler! Jesus hat auch keine Kreuzzüge veranstaltet oder eine Diktatur mit Absolutheitsanspruch errichtet. Jesus hat einfach nur Mitgefühl und Liebe gefordert und Menschen angeleitet das Göttliche in sich zu erfahren. „Die „Mächtigen“ haben erkannt das sie über ein religiöses Vorbild die Untertanen besser Kontrollieren können, und haben Jesus zum Sohn Gottes gemacht. Im laufe der vielen Jahrhunderte konnte die Mächtigste Organisation der Geschichte entstehen und die Mythen rund um Jesus so zurechtspinnen wie es ihnen passte.

Bitte versteht mich nicht falsch! Jesus ist meiner Meinung nach einer der grössten Meister der Menschheit, aber all die Geschichten um ihn herum sind mit grosser Vorsicht zu betrachten!
Niemand ist für dich am Kreuze gestorben! Du musst dein Schicksal selbst in die Hand nehmen, es gibt keine Abkürzung. Niemand kann dir deine Sünden erlassen! Du musst deine Lektionen aus deinem Handeln selbst lernen.

Die revolutionäre Botschaft von Jesus war die Liebe. Liebe bedeutet sich selbst anzunehmen, sich zu akzeptieren wie man ist, zu sich zu stehen, bei sich zu bleiben. Und dann kann man auch Liebe für andere empfinden. Liebe ohne Erwartungen, ohne Eigennutz, ohne Ziel, ohne Grund. Liebe aus dem Sein heraus. Liebe bedeutet Achtsamkeit, Mitgefühl und Werschätzung.

Und daran sollten wir uns an Weihnachten erinnern.

Übrigens hier noch ein paar interessante Fakten.

Christus und Krishna klingt fast gleich. Bis auf den Namen haben sie aber noch weit mehr gemeinsam…
Bei Krishnas Geburt hat der König alle Babys in der Gegend töten lassen, Engel und ein besonderer Stern kündigten seine Geburt an, drei Weise erschienen kurz nach seiner Geburt, das Kind sprach direkt nach der Geburt,… und bei seinem Tod gab es eine Sonnenfinsternis und anschliessend stieg er in den Himmel auf!
Zufall? Man beachte die Lebensgeschichten von: Buddha, Horas und Mithras, auch bei ihnen werden ganz ähnliche Mythen gesponnen. Wozu?

Der tatsächliche Geburtstag von Jesus ist unbekannt. Praktischer Weise wurde er auf die bekannte Zeit gelegt um Heidnische Feste (Saturnalien, Jahreskreisfeste) zu überlagern. Früher dauerte das fest 12 Tage, bis zum 6.1., die Ostkirchen feiern heute noch am 6.1… Warum können wir das fest der Liebe nicht einfach in jedem Augenblick feiern?

Die Bibel mit all den Geschichten über Jesus ist auf die 4 Evangelien reduziert. Es gibt noch viele weitere uralte Texte mit interessanten Hintergründen zu Jesus. Die Sogenannten Apokryphen enthalten aber unbequeme Wahrheiten, die nicht in die offizielle Lehre hineinpassen. ZB das Maria Magdalena keine (oder nicht nur) Hure war, sondern die wichtigste Schülerin und vielleicht sogar seine geliebte. Auch Reinkarnation und die Auferstehung werden hier in einem anderen Licht vermittelt. Warum werden solche Schriften ignorert?

Im Koran steht, dass Jesus nicht am Kreuze gestorben sei. Den „Mysterienschulen“ und „Okkulten Geheimbünden“ sind offenbar schon lange bekannt das Jesus nach der Kreuzigung noch länger als 40Tage gewirkt haben soll. Dazu gibt es keine klaren Beweise und widersprüchliche Geschichten. Es gibt behauptungen Jesus sei nach Indien gegangen und erst im hohen alter in Shrinagar/Kashmir gestorben. Andere sagen, er sei mit Maria Magdalena letztlich in Südfrankreich gelandet und seine Nachfahren haben die Templer begründet. Auch der „Heilige Gral“ sei der Mythos um das Blut und die Nachfahren Jesus.

Über das Leben Jesu gibt es eine grosse Lücke in den geschichten. Was tat er zwischen dem 12. und 30. Lebensjahr? Manche behaupten er sei über die Seidenstrasse nach Indien um dort zu erwachen. Waren die 3 Weisen aus dem Morgenland Indische Meister?

Und hier als Weihnachtsgeschenk noch ein Tip fürs Leben. Kostenfrei. 😉

Lass dir nix erzählen, höre auf dein Herz!

Es weist dir den Weg nach innen, dort wirst du das Göttliche finden!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sicher ist dieser Text für einige Provokant oder Blasphemisch.

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About Narada

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