Karmapa- der König der Yogis

Der Karmapa wird als der König der Yogis bezeichnet. Er ist Oberhaupt der Rotmützen (Kagyü), im Gegensatz zu den Gelbmützen (Gelukpa), denen der Dalai Lama vorsteht.

Karmapa – Erfinder der bewussten Wiedergeburt

Der Karmapa ist so weit fortgeschritten auf seinem spirituellen Weg, dass er vor seinem physischen Tod genau ankündigen kann wo er in seiner nächsten Inkarnation aufzufinden ist. Letztlich braucht ein selbstverwirktlichter Meister nicht mehr zu inkarnieren, er tut es aber aus Mitgefühl zu den anderen Wesen, er ist dann ein Bodhisattwa.

Meister die bewusst wiedergeboren werden, nennt man in Tibet Trülku (wiedergeburt eines früheren Meisters), und nachdem der 1. Karmapa diese Methode eingeführt hat folgeten viele andere Meister seinem Beispiel. Bekannte Trülkus sind z.B. der Dalai Lama, der Panchen Lama und der Shamarpa, es gib in Tibet über 1000 solcher Wiedergeburten die zum Teil mit Gottheiten und Aspekten Buddhas assoziiert werden.

Der Karmapa Konflikt

Der Karmapa hat sich nun schon zum 17. mal bewusst in einen neuen Körper inkarniert. Der 16. Karmapa war sehr berühmt und anerkannt als großer Lehrer, daher wollen viele seiner Schüler weiterhin der tradition folgend von seiner neuen Inkarnation belehrt werden. Es ist allerdings umstritten wer der aktuell echte Karmapa ist:

Es gibt 2 Personen von denen es heißt, sie seien der echte Karmapa.

  • Orgyen Thrinle Dorje, Jahrgang 85 wurde 1992 als 17. Inkarnation des Karmapa erkannt und kurz danach intronisiert als 17. Gyalwa Karmapa. Anerkannt ist er von vielen ehemaligen Schülern des 16. Karmapa, authoritäten der Karma Kayü Tradition, den Oberhäuptern der Sakya und Nyingma Schulen und von der Chinesischen Regierung. Auch anerkannt wurde er vom Dalai Lama, jedoch unter fragwürdigen Umständen, da ihm nicht berichtet wurde, dass der andere Kandidat vom Shamarpa anerkannt wird. Orgyen Thrinle lebte zunächst im chinesisch besetzten Tibet und wurde von der Regierung Chinas hofiert, um die Jahrtausendwende gelang ihm jedoch die Flucht nach Indien. 2011 kam es zu einem Zwischenfall wo zwei seiner Assistenten der Steuerhinterziehung beschuldigt wurden, in der Folge wurde auch der Karmapa beschuldigt ein Spion Chinas zu sein, die Ermittlungen wurden jedoch bald eingestellt.
  • Thaye Dorje, Jahrgang 83 wurde von einigen Schülern des 16. Karmapas als Wiedergeburt ihres Meisters erkannt, vor allem vom Shamarpa der traditionell dafür zuständig war den Karmapa an zu erkennen, allerdings viele Jahrhunderte verbannt war. Ausserdem wird er von den Oberhäuptern der Tshar-, Ngor- und Drikung Kagyü-Schule anerkannt und vom Begründer der Diamantweg Zentren im Westen Lama Ole Nydahl protegiert. Thaye Dorje flüchtete 1994 aus Tibet und wurde intensiv von hochrangigen Lamas für seine aufgabe vorbereitet. 2006 wurde er offiziell als Erbe des 16. Karmapa anerkannt.

Nur wenige Tibetische Meister sind der meinung das beide anerkannt werden sollten. Die meisten Anhänger beider Karmapas legen den Schwerpunkt lieber auf ihre Praxis und vertreten die Meinung, dass die Zeit zeigen werde welcher Karmapa der wahre 17. ist. Religiöse Führer des Tibetischen Buddhsmus versuchen seit Jahren verzweifelt eine Lösung für den Karmapa Konflikt herbei zu führen.

Karmapa Videos

Hier ein Film über den 16. Karmapa, dem König der Yogis:

Beide 17. Karmapas im Video

Hier habe ich auch mal die beiden 17. Karmapas zu Wort& Bild kommen lassen.

Zunächst Thaye Dorje der von Ole Nydal, dem Shamarpa und den Karma-Kagyüs anerkannt wird:

Und dann Ogyen Trinley Dorje, der vor allem vom Dalai lama anerkannt wird:

Hier noch ein Video über tibetische Yoga Übungen.

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About Narada

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