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Interview mit dem ex-Mönch des Karthäuser Ordens Johannes-Maria

inspirierendes und erleuchtendes gesprochenes allgemein  mönch karthäuser jesusgebet einsiedelei Chartreuse

Kloster Marienau

 

 

 

 

 

 

 

“Dies ist der Weg, auf dem wir durch die Gnade des Herrn zur Vollkommenheit der Liebe, die das Ziel unserer Profeß und des ganzen Mönchslebens ist, gelangen und hierauf die ewige Seligkeit erreichen können.”

Statuten des Ordens, Vorrede

Karthäuser Orden

Der Orden der Karthäuser geht auf den heiligen Bruno im 11.Jhd.n.Chr. zurück und hatte seine Blütezeit im späten Mittelalter. Der “Ordo Cartusiensis” mit seinem Hauptsitz in La Chartreuse in den französischen Alpen gilt als der strengste kontemplative Orden der katholischen Glaubenswelt. Das Zusammenleben der Mönche ist ganz auf die spirituelle Praxis in der Einsamkeit ausgelegt, so wird im Kloster nur das allernötigste gesprochen und maximal 4 Stunden am Stück zwischen den Gebetszeiten geschlafen.

In den Statuten heisst es:

„Unser Bemühen und unsere Berufung bestehen vornehmlich darin, im Schweigen und in der Einsamkeit Gott zu finden.“

Seit der Gründung des Ordens hat es im Regelwerk und der Lebensweise kaum Änderungen gegeben. Beispielsweise werden die Choräle und Psalmen konstant seit Ordensgründung auf die selbe Weise gesungen.

Ein Papst hat dazu mal gesagt:

„Die Kartause wurde nie reformiert, da sie nie deformiert wurde“.

 

Manfred, ehemals Karthäuser Ordensbruder Johannes-Maria und heute Yogi Atmaram, hat sich als 12-Jähriger bereits zu einem Leben als Mönch hingezogen gefühlt, mit 20 ist er dann in den katholischen Orden der Karthäuser Mönche eingetreten. Dort hat er insgesamt 18 Jahre gelebt und hat sich dann allerdings in den letzten Jahren seines Mönchslebens entschieden, wieder ein normales Leben zu führen.

Heute lebt er als Yogi in einer Beziehung und reflektiert über seine Erfahrungen als Einsiedelmönch. Ich kenne Manfred seit einigen Jahren und schätze seine kraftvolle und ruhige Ausstrahlung sehr. Bei unserer Begegnung im Juni`12 habe ich die Gelegenheit genutzt ihn zu interviewen, ich denke das Gespräch gib einen guten Eindruck darüber wie sich das Leben im Karthäuser Orden zuträgt.

Hier das Interview mit dem ehemaligen Karthäuser Mönch:

 

Die Mönche leben streng vegetarisch und haben einen rigiden Tagesablauf der sich vor allem um Singen, Beten und Kontemplation dreht. Ein Kloster der Karthäuser kann man nicht besuchen, auch nicht um dort in Stille zu praktizieren. Sie leben völlig zurückgezogen und pflegen die Einsamkeit. Besonders Frauen sind nicht zugelassen, wenn zB der Bundespräsident eingeladen wäre, müsste seine Frau draussen warten. Ein mal im Jahr dürfen allerdings enge Verwandte für 2 Tage zu Besuch kommen.

In den Statuten des Karthäuser Ordens steht geschrieben:

Zunächst in 1.1.

«Zum Lob der Herrlichkeit Gottes hat Christus, das Wort des Vaters, durch den Heiligen Geist von Anfang an Menschen auserwählt, um sie in die Einsamkeit zu führen und in inniger Liebe mit sich zu vereinigen. Diesem Ruf folgte der Magister Bruno, als er im Jahre des Herrn 1084 mit sechs Gefährten die Einöde von La Chartreuse betrat und sich dort ansiedelte. An diesem Platz verharrten sie und ihre Nachfolger unter der Leitung des Heiligen Geistes und bildeten, durch die Erfahrung belehrt, nach und nach eine besondere Form des Einsiedlerlebens heraus, die ungeschrieben, nur durch das Beispiel, den kommenden Geschlechtern überliefert wurde.»

und in 3.4.

„Die Liebe zum Herrn, das Gebet und der Eifer für die Einsamkeit bilden ein einigendes Band zwischen den Zellenmönchen. Daher sollen sie sich als wahre Jünger Christi erweisen, nicht so sehr durch den Namen als durch die Tat. Sie sollen nach gegenseitiger Liebe streben und untereinander eines Sinnes sein, sich gegenseitig ertragen und einander vergeben, wenn einer dem ändern etwas vorzuwerfen hat, damit sie einträchtig und mit einem Munde Gott preisen.“

weiter in 4.11.

“Gott hat uns in die Einsamkeit geführt, um zu unseren Herzen zu sprechen. Lasst unsere Herzen daher einen lebendigen Altar sein, von dem aus immer unsere reinen Gebete zu Gott aufsteigen, und von denen alle unsere Handlungen durchdrungen sein sollten.”

 

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Bruder Johannes-Maria und die Wolke der Nichtwissens

 

Im Jahr 2007 hat ein Filmteam das Leben in der “grossen Chartreuse”, dem Hauptsitz des Ordens, filmen dürfen.
Dabei ist dieser preisgekrönte Dokumentarfilm herausgekommen:

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Bruder Johannes Maria

 

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