Advaita Vedanta – Yogastunde für geübte.

Dies ist ein Mitschnitt einer Yogastunde zum Thema Advaita Vedanta, die ich im Juli 2011 gegeben habe. Verschiedene Techniken und philosophische Weisheiten aus dem Advaita Vedanta sind in die Stunde eingebaut. Dies ist eine Stunde etwa auf Mittelstufen Niveau, bestimmte Grundkenntnisse im Hatha Yoga werden also vorrausgesetzt und nicht weiter erklärt. Die Yoga-Vidya Grundreihe, also: Kapalabhati, Anuloma Viloma, Surya Namaskar und die Asanas der Rishikesh Reihe sollten schon bekannt sein.

Yogastunde mit Advaita Vedanta Inhalten:

Da die Stunde live aufgenommen wurde, gibt es einige Nebengeräusche, ganz wie im richtigen Leben!

Hier noch einige Grundlagen des Advaita Vedanta:

1. Das Om …Der Urklang oder die Urschwingung aus dem das Universum heraus entstanden ist. Ein Symbol für Brahman, das alldurchdringende kosmische Bewusstsein oder das Absolute.

2. Das Gayatrimantra  …eine Anrufung an das kosmische Licht, welches für die Erkenntnis steht.

3. Atma Viccharana …die grundlegende Frage des Vedanta „Wer bin Ich?“ Wenn wir uns diese Frage immerwieder stellen und die falschen Vorstellungen über das Selbst loslassen kommen wir zu der Erfahrung des Selbst.

4. Neti Neti …um zu erfahren wer wir sind müssen wir erst wissen wer oder was wir nicht sind. Da das Selbst „das Bewusstsein an sich“ ist, kann nichts von dem was wir wahrnehmen, das Selbst sein. Neti Neti bedeutet „Nicht dies, nicht das“ Ich mache mir also bei allem was in meinem Bewusstsein auftaucht klar: „Das ist nicht mein Selbst, Neti Neti.“

5. Sakshi Bhav …das Selbst ist der unbeteiligte Beobachter, der stille Zeuge. Die Instanz im Inneren, die einfach nur wahrnimmt was ist. Ohne identifikation, ganz unberührt.

6. Die Mahavakyas …die grossen Aussprüche der Veden. Adi Shankaracharya hat die Essenz des Vedanta in 4 einfache Weisheiten zusammengefasst. Diese können wir uns immer wieder Bewusst machen um so zum Selbst zu kommen.

7. Prajnanam Brahma …das erste der 4 Mahavakyas. „Das Bewusstsein ist das Absolute“ also das bewusste Sein an sich ist bereits das Absolute, Brahman. Um zu verwirklichen müssen wir also „nur“ vollkommen bewusst Sein!

8. Ayam Atma Brahman …das zweite der 4 Mahavakyas. „Dieses Selbst ist das Absolute“ also das individuelle Selbst und das höchste Göttliche sind identisch. Wir können also entweder das Selbst im Innen siuchen, oder Gott im aussen.

9. Tat Twam Asi …das dritte der 4 Mahavakyas, „Das bist Du“. Der Lehrer sagt diesen Spruch zu Schüler, um ihm bewusst zu machen, das er (vom absoluten Standpunkt aus gesehen) eins mit dem ist, was er Wahrnimmt. Es gibt nur die Einheit.

10. Aham Brahma Asmi …das vierte der 4 Mahavakyas. „ich bin Brahman“ also das individuum ist in seiner wahren Natur identisch mit Gott. Atman das Selbst und Brahman das Absolute sind identisch.

11. So Ham …um das Selbst zu verwirklichen, müssen wir uns zunächst von allem lösen um einfach nur Bewusst zu Sein. wir können uns dem nähern durch die Formel SoHam „Ich bin“.

12. Sat-Chid-Ananda Swarupoham …“meine wahre Natur ist Sein, Bewusstsein und Glückseeligkeit“. Wenn wir es also schaffen, uns von allem vergänglichen zu lösen, ganz frei von allen Verhaftungen zu werden, erkennen wir was wir in Wirklichkeit sind. Und das ist jenseits von Form und Eigenschaften, nicht zu beschreiben. Ausser eben mit diesen drei Begriffen. Das selbst ist Sein/Existenz, Bewusstsein/Wissen und Glückseeligkeit/Wonne.

13. Bhakti …die Vedanta- Philosophie an sich kann zu Überheblichkeit (ich bin Gott…) und zu Trägheit (ich muss nur bewusst Sein…) führen. Daher ist es wichtig Hingabe und Demut gegenüber „dem höchsten“ zu entwickeln.

Und hier gibt es noch eine kleine Einführung ins Vedanta.

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About Narada

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