Wer ist Narada Marcel Turnau?

 Geboren wurde ich im Jahre des Herrn 1975 n.Chr. im beschaulichen Süd-Niederländischen Städtchen Roermond. …ähm! Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen! Aber ich bin bilingual als sog. Sandwichkind aufgewachsen, was mir zwar meine Sozialisation (und wie sich herausgestellt hat meine Rechtschreibung) erschwerte, aber meinen Zugang zu Fremdsprachen erleichterte. Groß geworden im schönen Wuppertal, dort wo die Busse fliegen. Meine Schule habe ich leider frühzeitig mit Fachabitur abgebrochen. Eigentlich wusste ich nie so richtig was ich werden wollte und hab mir dann überlegt: kochen zu lernen kann erst mal nicht schaden! Als Notlösung um der Schule zu entkommen habe ich dann also eine Ausbildung bei einem der besten Italiener Deutschlands zum Koch gemacht. Anschließend aus Protest totalverweigert und dabei zum Glück glimpflich davon gekommen, kurz bevor mich die Feldjäger gefunden haben wurde ich dann doch noch ausgemustert. Insgesamt 15 Jahre habe ich als Koch gearbeitet und dabei vieles kennengelernt. Habe in Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz gelebt und in der Zeit Bistros, Studentenbars, einen Pferdehof, Skihütten, Prominente, eine Fußballkneipe etc. bekocht. Während meiner Lehre zum Koch gab mir mein damaliger Interims Küchenchef ungefragt ein Buch, welches mein Leben verändern sollte: „Autobiographie eines Yogi“ von Paramahansa Yogananda. Das Buch öffnete mir die Augen für eine völlig neue Welt, neue Dimensionen des Denkens taten sich auf und ich stand allein in einem leeren Raum. Mein Selbstverständnis und meine Art die Welt zu sehen war plötzlich weg, es war wie ein Erwachen in eine neue Unsicherheit. Zuvor hatte ich jeden Gedanken an Religion und Geistliches als „Opium fürs Volk“ abgeschmettert, war ich doch mit lautem Protest mit 14 Jahren als Messdiener zurückgetreten. Da ich mich nun aber mit meinen Gedanken alleine fühlte, musste ich mir schrittweise einen Überblick verschaffen in einer Welt die ich zuvor negierte. Meine wachsende Verwirrung wurde natürlich durch das viele Kiffen nicht besser! Durch einige schwere spirituelle Krisen hindurch (inklusive einem kurzen und erfolglosen Psychatrieaufenthalt) hatte ich harte Arbeit um zu Stabilität zu finden.  Dazu musste ich aber zuerst richtig tief in die Sch**** fallen. Erst ein kuzer Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen in den Niederlanden hat mich endlich wachgerüttelt und mir geholfen mich wieder auf das Wesentliche auszurichten. Dort bin ich zur Ruhe gekommen und habe an mir selbst erfahren, dass man nicht benötigt um glücklich zu sein, ich hatte gelernt  in meinem Inneren Glücksgefühle entstehen zu lassen. Jedoch habe ich mich in dieser Zeit gesammelt und mich entschieden mein Leben neu auszurichten und dabei stabil und bodenständig zu bleiben. Trotz der klaren Priorität auf meinen spirituellen Weg, oder gerade deswegen, habe ich mich anschliessend 2,5 Jahre garnicht mehr auf „spirituelles“ eingelassen, um mich weiter zu Erden und innere stabilität zu festigen. Bitter, wenn man auf der anderen Seite genau weiß, dass man nur spirituelle Ziele im Leben hat! In der Zeit bin ich viel gereist und habe im Ausland gearbeitet, was mich innerlich unabhängig gemacht hat. Mein wiedereinstieg in die Spiritualität konnte dann mit der nötigen Erdung und Klarheit viel mehr in die Tiefe gehen als es zuvor im verwirrten Geist möglich war. Beschäftigt habe ich mich in der Zeit mit unterschiedlichsten Wegen, die zum selben Ziel führen. Beispielsweise Schamanismus, Buddhismus, Geistheilung, New-Age, Theosophie, Mystik, Hermetik usw. und habe mich nebenbei mit Themen wie Hintergrundpolitik, Geheimlehren, Verschwörungen und neue Wissenschaften beschäftigt. Langsam wuchs in mir der Wunsch mein leben noch mehr der Suche nach Gott und der Erkenntnis meines Wesens zu widmen. So suchte ich längere Zeit nach einer Gemeinschaft um Spiritualität in Leben und Arbeiten zu verbinden. Auf der Suche danach bin ich dann bei YogaVidya gelandet. Im Dezember 2006  habe ich dann bei Yoga-Vidya im Westerwald als Küchenleiter angefangen. Im August 2008 wechselte ich dann als Küchenleiter nach Bad Meinberg um nach weiteren 2 Jahren meinen Beruf zum Hobby und mein Hobby zum Beruf zu machen. Seit dem bin ich Hauptberuflich Yogalehrer und gebe Seminare, Ausbildungen und Weiterbildungen, leite Meditationen, Yogastunden und Vorträge und koche nur noch als Hobby. Im März 2012 wurde ich dann von verschiedenen Seiten gebeten, die Stellvertretende Leitung des Ashrams im Westerwald zu übernehmen. Leider ist zu Beginn 2013 der bisherige Leiter seinem inneren Ruf nach Indien gefolgt, zum Glück wurde ich von Sukadev gebeten die Leitung des Hauses zu übernehmen.

Wie es weiter geht?

Das wird sich zeigen, ich bin offen für den Plan der mir das Universum aufzeigt!

Und jetzt hat mir das Universum einen neuen Weg aufgezeigt. nach 8,5 Jahren werde ich Yoga-Vidya verlassen und wieder in meinen Beruf als Koch zurückkehren. Wobei ich weiterhin Yogawissenschaft und Advaita Vedanta unterrichten werde, aber eben in einem anderen Zusammenhang. Stuttgart ist angesagt….

Nachdem ich so viele Jahre hauptsächlich als Lehrer tätig war und dann als Ashramleiter täglich auf der Bühne saß und quasi immer im Mittelpunkt des Geschehens stand, ist es sicherlich eine gute Übung für mein Ego mal wieder kleine Brötchen zu backen. 🙂

Narada und der Shivalingam

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