Sri Anandamayi Ma – die glückseelige Mutter

„Die Freude, die Anandamayi Ma lebt, ist nicht jene, die wir aus dem weltlichen Leben kennen, wo Vergnügen und Schmerz, Hoffnung, Trauer und Enttäuschung ständig einander abwechseln, noch ist sie die egozentrische Ruhe stoischer Starrheit, die eine Mauer von Gleichgültigkeit um sich errichtet. Von Ma geht vielmehr eine Überfliegende, unbändige Freude aus, die in Ihrer Fröhlichkeit einen Ausdruck findet und die keine Hindernisse kennt, weil sie tief im Absoluten, jenseits der Dualität von Gut und Böse, Ich und Nicht-Ich, angenehm und unangenehm wurzelt und weil Liebe und Weisheit ihr unerschütterliches Fundament bilden.“  Jean Herbert

Anandamayi Ma

Anandamayi Ma

Sri Anandamayi Ma gilt als die größte Heilige Indiens im letzten Jahrhundert und sie hat durch ihre Göttliche Präsenz nachhaltig die Welt inspiriert und sie ist bis zum heutigen Tag eine große Unterstützung für spirituell suchende weltweit.

Ich habe mehrfach ihren Ashram in Haridwar/ Kankal aufgesucht und habe dort ihre Gnade erahnen können.

Anandamayi Ma – Inkarnation der göttlichen Mutter

Geboren wurde Ma am 30. April 1896 als Nirmala Sundari Devi (wörtlich: „unbefleckte schöne Göttin“) in Ostbengalen im heutigen Bangladesh. Die Eltern von Anandamayi Ma waren sehr spirituell, der Vater war ein berühmter Kirtansänger und die Mutter wurde 1938 Eine Sannyasi mit Namen Swami Muktananda Giri, sie begleitete ihre Tochter und Meisterin (gibt es eine weibliche Form des Wortes „Guru„?) bis zu ihrem Tod 1970.

Ma’s Mutter berichtete von Göttlichen Visionen vor der Geburt und dass sie bei der Geburt nicht geschrien habe. Als kleines Kind fiel sie bereits desöfteren in Trancezustände und saß oft lange regungslos starrend auf der Stelle.

Anandamayi Ma wurde verheiratet

Mit 12 Jahren wurde sie gemäß des örtlichen Brauches mit Ramani Mohan Chakrabarti verheiratet der später Bolanath genannt wurde, die Ehe wurde jedoch nie vollzogen. Bolanath wurde der wichtigste Schüler von Anandamayi Ma. Sie wurde Zeit ihres Lebens von Wundern umgeben, Bolenath habe zB. ein einziges mal versucht sich seiner Gemahlin physisch zu nähern und eine Art elektrischen Schock bekommen, später fiel sie in eine Starre wenn er in irgendeiner Weise an eine körperliche Annäherung dachte.

„Ein oder zweimal, als da so etwas wie eine Andeutung von einem weltlichen Gedanken in ihm war, jedoch so ungeformt, daß er nicht die Ebene seines bewußten Denkens erreichte, nahm dieser Körper all die Symptome des Todes an. Er fürchtete sich und machte Japa (Wiederholung von Gottes Namen), da er wußte, daß er nur durch diese Methode den Kontakt mit mir wiederherstellen konnte.“

Anandamayi Ma und ihre Extasen

Im Alter von etwa 18-20 Jahren intensivierten sich die tiefen Extasen und die äusserlichen zeichen ihrer tiefen gottverwirklichung wurden offenbar. In der Zeit von 1918 bis 1924 hat sie dann spontan ohne einen Lehrer intensive spirituelle Praktiken geübt, wie zB Mantrawiederholung, Asanas und Mudras, sie sprach von dieser Phase ihres Lebens als „Sadhana Leela“, also Spiel der spirituellen Praxis.

„Um einen bestimmten Grad der Erleuchtung auf einem Weg des Sadhana zu erreichen, muss ein Mensch gewöhnlich wieder und wieder geboren werden. Aber für diesen Körper war es nur eine Angelegenheit von Sekunden. Darüber hinaus waren die verschiedenen Phasen von Sadhana, die ihr diesen Körper üben seht, nicht für diesen Körper bestimmt, sondern für Euch alle. Euer starkes Verlangen danach, diesen Körper im Zustand von Samadhi zu sehen, ist der Grund, warum sich diese Symptome manchmal zeigen.“

In der „Autobiographie eines Yogi“ von Paramahamsa Yogananda erzählt sie über sich:

„Mein Bewußtsein hat sich niemals mit diesem vergänglichen Körper identifiziert. Ehe ich  auf diese Erde kam, Vater, war ich die gleiche. Als kleines Mädchen war ich die gleiche. Ich wuchs zur Frau heran und war  immer noch die gleiche. Als die Familie, in die ich hineingeboren wurde, Vorbereitungen traf, diesen Körper zu verheiraten, war ich die gleiche. Jetzt vor Dir, Vater, bin ich die gleiche. Und in alle Ewigkeit, solange das Spiel der ewig wechselvollen Schöpfung an mir vorbeizieht, werde ich die gleiche sein.“

Immer wieder sprach sie von einer inneren Eingebung, einem überbewussten Impuls den sie „Kheyal“ nannte und der für sie stets maßgeblich in ihren Handlungen war.

Selbstinitiation der Ma

1922 durchlebte sie eine intensive Selbstinitiation bei der sie in tiefer Extase Yantras und Bijamantras aus ihrem inneren kommend wahrnahm und sich ihr Körper vom Boden abhob. Im selben Jahr ging sie in eine 3-Jährige Schweigephase während der sie sich nichtmehr um ihen Körper kümmerte und ständig in Samadhi fiel. Immer mehr Devotees versammelten sich um sie und 1929 wurde von ihnen der erste Ashram um Ma herum errichtet. Anschliessens scharten sich tausende um sie und viele Ashrams wurden für sie errichtet.

„Wann immer ihr die Gelegenheit habt, lacht so viel ihr könnt.“ Ma

Anandamayi Ma hatte viele Verehrer sowohl weltlich aktive als auch andere Gurus: Indira Ghandi, Richard von Weizsäcker und Karl Graf Dürckheim besuchten sie in ihrem Ashram, aber auch z.B. Yogananda, Krishnamurti, Sivananda, Maharishi und Chidananda verehrten sie als große Heilige.

„Anandamayi Ma ist die vollkommenste Blume, die der indische Boden jemals hervorbrachte.“ Swami Sivananda

Sie verließ am 27. August 1982 diese Welt in Dehradun, ihr Körperwurde in einem Schrein in Kankhal begraben, über dem Samadhischrein wurde ein großer Tempel errichtet.

Hier noch einige Zitate von Anandamayi Ma

  • Je mehr wir an unseren Gotth denken, desto unerschütterlicher wird unser Glaube an Ihn.
  • Der Guru offenbart sich tatsächlich von innen. Wenn ernsthafte Suche ihre Wirkung zeigt, muss Er sich wirklich offenbaren; anders kann es nicht sein.
  • Alles Leid ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass Vielfalt gesehen wird, wo es doch nur Einen gibt.
  • Deine einzige Aufgabe ist die Erinnerung daran, dass Er alleine existiert und dass alles Sein Werk ist.
  • „Wer bin ich?“ Mit dieser Haltung bemühe dich, innerlich als ein Zeuge zurückzutreten. Suche nach deinem Selbst. Sitze so lange wie möglich in Meditation versunken, bis du ganz still, standhaft und voll konzentriert wirst.
  • Sitze nicht untätig herum. Sei immer damit beschäftigt, etwas Nutzvolles zu tun. Entweder wiederhole Gottes Namen in Stille oder lese ein gutes Buch oder sprich über ein gutes Thema. Aber verschwende deine wertvolle Zeit nicht mit nutzlosem Gerede.
  • Relatives Glücklichsein, das heißt Glück, das von der Erfüllung eines weltlichen Wunsches abhängt, endet in Kummer.
  • Du wirst nur Frieden haben, wenn du dich über weltliche Wünsche erheben kannst.
  • Es ist der Wille des Allmächtigen, der siegt. Indem man in Harmonie mit Seinem Willen lebt, und ein Instrument in Seinen Händen wird, sollte man versuchen, Ihn zu verwirklichen.

Jai Ma

äusserlich wie ein normaler Mensch, verkörpert sie das höchste…

Hier singt Swami Chidananda für sie:

Anandamayi Ma

Shri Anandamayi Ma Mahasamadhi

Anandamayi Ma

Anandamayi Ma Mahasamadhi Mandir

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