Vorträge zum Yogadarshana, Vibhuti Pada 36-46: Vorsicht mit den Fähigkeiten

Antahkarana

Dattatreyas Geburtsort

Der Abschnitt 36-46 im 3. Kapitel des Yoga Sutra befasst sich vor allem wieder mit den übersinnlichen Fähigkeiten, die man durch die Samyama-Methode erreichen kann.

Zunächst spricht Patanjali aber noch über philosophisches. Er sagt es sei wichtig zu unterscheiden, was Sattwa, und was Purusha ist, denn man kann diese beiden Erfahrungen leicht miteinander verwechseln. Purusha strahlt im geläuterten Bewusstsein als Reinheit in die Praktiti hinein.

Aber viel wichiger ist im Kontext der Siddhi-Auflistungen wohl der Vers 38, wo er vor den Gefahren  durch Siddhis warnt. Sie können große Hindernisse bilden auf dem Weg zum Überbewusstsein.

Unter anderem werden dann folgende Fähigkeiten erläutert:

  • Levitation
  • in andere Körper eingehen
  • Feuer entfachen
  • Astrale Reisen

Audio: Verse 36-46 im Vibhuti Pada

 

Hier meine ausführliche Übersetzung und schriftliche Kommentare zu den Versen:

Die Verse 36-46 des Vibhuti Pada im Yogadarshana

3.36 „Weltliches Vergnügen resultiert aus dem Mangel an Unterscheidung zwischen der Reinheit und dem reinen Bewusstsein. Kenntnis des reinen Bewusstseins kommt durch die Ausrichtung auf die Ziele des höheren statt des niederen Selbst.“

3.37 „Aus diesem entsteht intuitives Hören, Fühlen, Sehen, Schmecken und Riechen.“

3.38 „Die wachsenden Fähigkeiten sind störend für das Erreichen des Überbewusstseins.“

3.39 „Durch Lockerung der Bindungen der Psyche an den eigenen Körper und durch Wissen über die Energiekanäle kann man in andere Körper eintreten.“

3.40 „Meisterung des Udana führt zu Levitation sowie der Fähigkeit, nicht von Wasser, Schlamm, Dornen etc. berührt zu werden.“

3.41 „Meisterung des Samana lässt Feuer auflodern“

3.42 „Samyama auf die Beziehung von Raum und Ohr lässt himmliches Gehör entstehen.“

3.43 „Samyama in die Verbindung von Körper und Raum lässt den Yogi leicht werden und durch den Raum reisen.“

3.44 „Ausführung von Samyama auf unvorstellbare äußere Gedankenwellen führt zur Fähigkeit, außerhalb des physischen Körpers zu verbleiben und die Verhüllung des Lichts aufzulösen.“

3.45 „durch Samyama auf grobstoffliche Dinge und deren feine Zusammenhänge beherrscht man die Elemente.“

3.46 „Daraus entsteht (beispielsweise) die Kunst, sich unendlich klein zu machen, sowie das Erreichen eines vollkommenen Körpers und unüberwindbarkeit der Tugend.“

 

 

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