Sind Yoga und Christentum vereinbar? Absurde Ansichten der Fundamentalisten

Yoga und Christentum

Versteinerter Mönch

Immer wieder wundere ich mich über seltsame Ansichten mancher sogenannter „Christen“ über die Unterschiede bzw. die Vereinbarkeit von Yoga und Christentum. Im Internet stößt man auf bedenkliche Aussagen von seltsamen fundamentalistischen Christen über Yoga und andere östliche Lehren und Praktiken. Offenbar haben sie nicht die spirituelle Dimension ihrer Religion erfasst und ebenso wenig die Botschaft Jesu von der Liebe beherzigt.

Ist Yoga und Christentum vereinbar?

Zunächst kurz die Antwort auf meine Frage:

Ja und Nein!

  • Yoga und Christentum sind wunderbar miteinander zu verbinden, wenn man auf die spirituelle Befreiung hinaus möchte.
  • Wenn man die Lehre Jesu versucht mit dem Verstand zu ergründen und die vorgegebene Wahrheit nicht hinterfragt, verkommt der aufgezeigte Weg zu einem dogmatischen Glauben. Dann scheint alles der reinen Lehre zu widersprechen und man verstrickt sich in Widersprüche zwischen den eigenen und den fremden Ansichten.

Yoga und Christentum – Ein Ziel, viele Wege

Yoga ist bekanntlich ein universeller Weg zum Göttlichen der jedem offen steht. Yoga bietet Methoden an, die jedem offen stehen, unabhängig vom Glauben und jeglicher politischer oder religiöser Richtung.

Man kann sagen, es geht im Yoga nicht um Glauben, sondern darum eigene Erkenntnisse und Erfahrungen zu machen. Dogmas sind aus spiritueller Sicht als Hindernis zu betrachten, da es um das Erreichen der absoluten Freiheit geht.

So wie der große Theologe Karl Rahner es formuliert:

„Dogmen sind wie Laternenpfosten – nur Betrunkene halten sich daran fest!“

Ich bin selbst christlich aufgewachsen und ich liebe Jesus Christus. Mir scheint es absolut unmöglich seine Lehren der Liebe für Hass und Verblendung zu missbrauchen. Weit gefehlt!

Sollte die Lehre Jesu nicht den Menschen helfen Liebe und Mitgefühl zu kultivieren? Wollen wir nicht alle in einer freundlichen Welt Leben in der jeder machen kann was er will, solange er niemanden dabei stört? Könnte es nicht ein wunderbarer Planet sein, wenn wir uns alle so sein lassen wie wir sind?

Absolut kontraproduktiv für das evolutionäre entwickeln einer friedlichen Welt ist das verurteilen und abwerten von anderen Religionen und Denkrichtungen. Oder anders formuliert: Gottes wundervolle Schöpfung ehren wir dadurch, dass wir all seine Wesen und Variationen lieben und achten.

Religion macht niemanden moralischer

Religiöse Menschen schreiben sich zwar gerne Moral auf ihre Fahnen, jedoch haben viel Untersuchungen gegenteiliges festgestellt. Eine große amerikanische Studie hat festgestellt, dass atheistische und agnostische Menschen moralischer sind als religiöse Menschen. Eine Studie von Kindern hat ergeben, dass religiös erzogene Kinder zwar untereinander freigiebig sind, aber nicht gegenüber anders-gläubigen.

„Je mehr Einfluss die Religion auf das Leben eines Kindes ausübte, umso weniger freigiebig zeigte es sich. Die großzügigsten Testpersonen kamen demnach aus atheistischen Familien.“

Daher sollten wir unterscheiden zwischen Religion und Spiritualität. Religion gibt Menschen ein Glaubenssystem, Spiritualität befreit den Menschen von Glaubenssystemen.

Bevor ich zum Thema komme, noch ein Zitat des Mahatma:

„Die Wahrheit ist nicht dass ausschließliche Eigentum einer einzelnen heiligen Schrift. Die Forderung der Zeit ist nicht eine einzige Religion, sondern die gegenseitige Achtung und Duldsamkeit der Anhänger aller Religionen.“ Mahatma Gandhi

Die protestantische Kirche und Yoga

Sehr differenziert analysiert die EZW-Berlin, die „Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen“, es wird hier sehr dezidiert unterschieden zwischen den verschiedenen philosophischen Standpunkten des Yoga.

„Christliche Stellungnahmen zum Thema Yoga werden der Vielfalt indischer Yogatraditionen und westlicher Adaptionen nicht immer gerecht, sondern erschöpfen sich häufig in pauschalen Erklärungen dafür oder dagegen. Zur Begründung wird eine einseitige Auswahl von Yogawegen und -texten herangezogen. Unkenntnis einer fremden Welt gegenüber und Mißverständnisse tragen nicht selten zur Entstehung eines einseitigen, verzerrten Bildes bei. Im schwierigen Bereich interreligiöser Begegnung muß aber sorgfältig gearbeitet und differenziert geurteilt werden. Das beginnt schon mit der Notwendigkeit, darüber Auskunft zu geben, über welche Art von Yoga einer redet. Fast alle Pauschalurteile über Yoga erweisen sich bei näherem Zusehen als ungerechtfertigt oder zumindest einseitig.“ EZW-Berlin

Selbstverständlich gibt es theologisch klare Unterschiede zwischen Yoga und Christentum, aber praktisch geht es immer um das gleiche: sich Gott zuwenden.

So heißt es weiter im Text:

„Ob yogische Meditation mit dem christlichen Glauben vereinbar ist, ist eine sehr allgemein gestellte, abstrakte Frage. In Wirklichkeit stehen Theologie und Kirche in dieser Sache vor einer Reihe recht konkreter Fragen, die präzise formuliert werden müssen, wenn sinnvolle Antworten gefunden werden sollen.“

„Wer vom Yoga herkommt, muss begreifen, dass mystische Vereinigung und Erleuchtung nach christlichem Verständnis nicht Ende und Ziel der Wege Gottes mit den Menschen sind.“

„Sie sollte diese Menschen und ihr Suchen ernst nehmen und nicht ins kirchliche Abseits drängen. Sie sollte sich auch jenen kritischen Anfragen aussetzen, die im Dialog mit den vielen Formen des Yoga auf sie zukommen, und zum Lernen bereit sein, auch wenn über den Inhalt des hier zu Lernenden die Meinungen auseinander gehen mögen.“

„Das Hauptproblem eines „Yoga für Christen“ liegt weniger beim Yoga selbst als vielmehr beim weithin entkirchlichten Menschen des Westens. Dieser sucht im Yoga häufig eine umfassende Lebens -Orientierung und -Erfüllung, nicht die Bereicherung einer vorgegebenen christlichen Glaubenspraxis. So kann Yoga zur Ersatzreligion mit einem hinduistisch geprägten religiösen Weltbild werden.“

Yoga und Christentum: verschiedene Standpunkte

Unter folgendem Link eine sehr interessante Unterhaltung zwischen Margot Käßman (ehemalige Leiterin der evangelisch Lutherischen Kirche) und Wiligis Jäger (Benediktiner Mönch und Zen Meister). Sie zeigt genau den oben genannten Konflikt im Bezug auf die Vereinbarkeit von Yoga und Christentum auf. Einerseits der Standpunkt der Schrift-gläubigen Theologen und andererseits die Sicht der Mystiker und Spirituellen.

Jetzt will ich Ihnen sagen, was ich aus dem Osten mitgebracht habe: die Erkenntnis, dass wir in der christlichen Mystik einen parallelen und absolut ebenbürtigen Weg haben wie im Zen oder Yoga. Es ist ein Gebetsweg, wie er bis ins hohe Mittelalter hinein in unseren Kirchen gelehrt wurde. Im Laufe der Aufklärung und Rationalisierung haben wir diesen Weg nur vergessen.“ Wiligis Jäger

Die katholische Kirche und Yoga

Generell möchte sich die Katholische Kirche gerne sehr offen zeigen gegenüber anderen Religionen und Praktiken. So gibt es das wegweisende Dekret „Nostre aetat“ aus dem Jahr 1965, dort wird unter Punkt 2 gesagt:

„So sind auch die übrigen in der ganzen Welt verbreiteten Religionen bemüht, der Unruhe des menschlichen Herzens auf verschiedene Weise zu begegnen, indem sie Wege weisen: Lehren und Lebensregeln sowie auch heilige Riten. Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.“

Das Dekret „Ad Gentes“, formuliert vom Zweiten Vatikanischen Konzil über die Missions-Tätigkeit der Kirche, regt im Punkt 18 dazu an, von östlichen Traditionen zu lernen:

„Yogakurse (… ) stellen dann kein Problem dar, wenn der Unterricht sich auf religionsneutrale Praktiken, wie sie aus dem körperzentrierten Yoga bekannt sind, beschränkt.“

Allerdings gibt es keine einheitliche Linie der katholischen Kirche zu dem Thema, so hat sich z.B römisch-Katholische Kirche Kroatiens gegen Yoga generell ausgesprochen:

„Unter dem Deckmantel des Sports will man antikatholische Aktivitäten wie Yoga einführen“

„Nur an der Oberfläche erscheint Yoga neutral. In seiner Essenz ist es integraler Bestandteil der östlichen Religionen.“

Auf der Seite „Katholisches ist folgendes zu lesen:

„Allgemein wird davon ausgegangen, dass es sich bei Yoga um eine harmlose Methode zur physischen Entspannung handelt. Tatsächlich ist Yoga jedoch durch eine Reihe von spirituellen Elementen durchdrungen, die mit dem christlichen Glauben unvereinbar sind. Wer naiv meint, einen „alternativen“ Gymnastikkurs zu besuchen, erhält statt dessen ein religiöses, unterschiedlich gemixtes tao-hindu-buddhistisches Paket serviert. Abgesehen davon, dass die meisten Teilnehmer sich dergleichen gar nicht erwarten, wird dieses Paket unscheinbar eingesaugt durch die Illusion einer hypnotischen Pseudobefreiung, die letztlich in ein esoterisch geprägtes Neuheidentum führt. Wer sich darauf einläßt, findet sich in einem anderen religiösen Credo wieder, das nichts mehr mit dem christlichen Glauben zu tun hat. Daran ändert auch nichts die salbungsvolle Beschönigung einer angeblich christlichen Adaption von Yoga.“

Der Papst über Yoga und Christentum

Obskur des ex-Papstes Benedikt Nr.16, noch in seiner Funktion als Chef-Inquisor:

„Befragt, welchen Preis der Mensch bezahlen muß, wenn er sich Praktiken wie dem Yoga hingibt, antwortete Joseph Kardinal Ratzinger: „den Verlust des Glaubens“ die Verkehrung des Verhältnisses Mensch-Gott „und eine tiefe Desorientierung des menschlichen Seins, so daß der Mensch am Ende sich mit der Lüge verbindet“ und „in ein dämonisches Netz gerät, das viel stärker als er wird“.“

Zum Glück ist der aktuelle Papst Franziskus Nr.1 da etwas umsichtiger:

„Du kannst tausend Katechese-kurse, tausend spirituelle Kurse, Yoga, Zenkurse und so weiter machen. Aber all das wird es dir nicht ermöglichen, dir die Freiheit zu schenken. Nur der Heilige Geist kann dein Herz dazu bewegen, nur der Heilige Geist kann die Härte des Herzens zerstören und es erweichen, oder dem Herrn gefügig machen, gefügig für die Freiheit der Liebe.“

seltsame Ansichten…

In Österreich gab es zum Beginn des Jahres 2017 eine größere Diskussion um einen konservativen Bischof der seltsame Ansichten in einem Pfarrbrief verbreitete:

„Yoga ist keine reine Körperübung, sondern eine Spiritualität, die keinen persönlichen Gott kennt. Das Ziel dieser Übung besteht darin, okkulte Energien in Bewegung zu bringen, damit das eigene Ich verloren geht, was zu dämonischen Verstrickungen führen kann. So bin ich ganz fest davon überzeugt, dass jedes Yoga im Grunde satanisch ist. Wer es praktiziert, öffnet sich selbst für das Wirken von Dämonen.“

Auch die indischen Thomaschristen (berufen sich auf dem Apostel Thomas der die Lehre Jesu nach Indien gebracht hat, inzwischen mit Rom verbunden) sprechen sich gegen Yoga aus:

„Es ist nicht richtig, zu denken, daß die Erfahrung Gottes und die persönliche Begegnung mit dem Herrn durch Yoga möglich ist.“

Es wird sogar in dem Zusammenhang offiziell dazu aufgerufen:

„sich nicht mit Gebetsgruppen und spirituellen Bewegungen zu verbinden, die gegen den katholischen Glauben sind und die offiziellen Lehren der Kirche nicht anerkennen“.

Der ehemalige Chef-Exorzist der Katholischen Kirche, Pater Gabriele Amorth, sagte:

„Yoga zu betreiben, ist teuflisch. Man denkt, es führt zu Entspannung, doch es führt zum Hinduismus. Alle orientalischen Religionen basieren auf dem falschen Glauben der Reinkarnation

Im gleichen Gespräch warnte er auch vor der Lektüre von Harry Potter…

Der Herr Hasst Yoga!?

In einem Internetforum von sogenannten Christen (es handelt sich um Katholiken) habe ich folgenden Threat „Der Herr hasst Yoga“ gefunden. Erschreckend wie destruktiv Menschen im Namen Jesu werden können, die haben offenbar nichts verstanden:

  • Berlin ist schon seit langer Zeit das Sündenpfuhl schlechthin, Ketzerei und GOTTeslästerung sind dort an der Tagesordnung.So ist es auch mit Yoga, eine Selbstvergewaltigung epischen Ausmaße.
  • Ich werde nun alles daran setzen, die Yogakurse in der örtlichen Volkshochschule durch eindringliche Gespräche mit den Teilnehmern (welche meistens Weiber und folglich leicht zu beeinflussen sind) zu beenden.
  • Schon seit geraumer Zeit steht die Administranz im engen Kontakt mit Vertretern des Vatikan, um diesen auf die Gefährlichkeit jener widerwärtigen, gottlosen Verrenkungen aufmerksam zu machen.
  • Es ist wahrlich erfreulich, daß der Kampf gegen Yoga und andere unchristliche Strömungen so gut funktioniert. Doch so erfreulich diese Tatsache auch ist, so erschreckend hoch dürfte die Dunkelziffer derer sein, die im Verborgenen dieser Verführung Luzifers nachgehen.

Traurig.

Zumal diese Leute diese Aussagen ernst meinen.

Was haben solcherlei Aussagen mit den Lehren Jesu zu tun? :

Zur Erinnerung

  • „Und wie Ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut auch ihnen“ Lukas 6,31
  • „Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?“ Matthäus 7.3
  • „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ Johannes 8,7
  • „Ertragt einer den andern in Liebe“ Epheser 4,2
  • „Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen.“ Lukas 6.27,28

Obskure Freichristen

Wer wundert sich noch über die rückläufigen Zahlen der Kirchenanhänger? Jesus und das Christentum einen so immensen Schatz an spiritueller Tiefe. Leider wird immer nur das Dogma betont.

„Selten führen sich Kirchenverantwortliche dabei die hinduistischen Wurzeln des Yoga vor Augen. Täten sie dies, so würden sie es sich wohl zwei Mal überlegen, ob man Yoga so ohne weiteres in den christlichen Glauben integrieren kann.“ (Webseite Achtung Lichtarbeit)

Ein Studium der Bibel ist nicht ausreichend um Jesus zu verstehen, Herzöffnung, Meditation und tatsächlih Yoga würde solchen verbohrten Fundamentalisten sicherlich helfen. Vielleicht reicht auch das Verwenden des gesunden Menschenverstandes, so sagt z.B. die Bibel:

„Prüft alles und behaltet das Gute“ 1 Thess 5,21

Aber statt dessen wird alles Fremde abgelehnt:

„Viele Yoga-Mantras rufen (…) die Namen der dahinterstehenden Hindugottheiten an. Das ist aus biblischer Sicht Götzenanbetung in hoher Ausprägung. Oft werden die Yogaübungen in einem Raum abgehalten, in dem irgendeine Form von Altar steht. Hat man sich einmal auf Yoga eingelassen, versuchen viele Anbieter in weitere Praktiken wie Meditation, Sadhana, Ayurveda, „Chakra-Harmonisierung“, Lichtzeremonien und andere Rituale, bis hin zum Schamanismus (eine Art des Spiritismus) einzuführen. Die Folge ist, dass die Teilnehmer in schwere okkulte Bindungen hineingeraten.“ (Netzwerk Esoterik Ausstieg)

Ich frage mich allen Ernstes woher die christlichen Fundamentalisten ihre Informationen beziehen, so warnt z.B der „Verein Durchblick“:

„Die Ziele des Yoga mögen vielleicht vordergründig ganz toll klingen: Innerer Friede, Kraft für den Alltag gewinnen… Wenn wir uns das aber genauer ansehen, so sehen wir, daß diese Ziele eigentlich dadurch erreicht werden sollen, daß wir gleichgültig werden – das heißt: Gefühle wie Wut, Zorn, Schmerz nicht mehr empfinden. (…) Der große Unterschied zum christlichen Leben liegt hier auf der Hand: Im Yoga geht es um Leere – bei Gott geht es um ein Leben in Fülle. Bei Yoga geht es um Selbstkasteiung, um erlöst zu sein. Wir Christen wissen, daß Jesus für uns gestorben ist und uns daher wahre Erlösung offen steht. Überhaupt ist das Christentum die einzige Religion, die mit der Barmherzigkeit Gottes rechnen darf!“

Ohje, ich fürchte diese Leute haben echt nichts verstanden.

„Ich bin froh, daß Ihr Sohn nicht länger das Drogen-High sucht. Leider muß ich Sie aber darauf hinweisen, daß er mit Yoga noch viel higher werden kann als mit Drogen. Die Drogen waren der Kindergarten des Okkultismus – Yoga ist die Hochschule« (Selbsternannter Okkultismus-Experte Dave Hunt)

Du machst Yoga? Geh zum Exorzisten!

Die Webseite „Liebezurwahrheit“ offenbart uns einen Erlösungsweg falls wir uns auf dem Yogaweg zu weit von Gott entfernt haben:

„Wenn Sie in der Vergangenheit Yoga praktiziert haben oder in irgendeiner der östlichen Lehren involviert waren, dann bitten Sie den Herrn um Vergebung. Danach sagen Sie sich vom Geist der Zauberei und von den Geistern des Yoga los. Befehlen Sie ihnen, dass sie im Namen Jesu weichen müssen!“

Womöglich sollen Yoga-Übende zum Exorzisten gesendet werden?

Eine weitere befremdliche Webseite „Heilung und Befreiung“ schreibt:

„Yoga steht im Widerspruch zum Willen Gottes und schadet der Seele, auch wenn diese Methode bei Beschwerden hilft. Durch diese okkulte Praktik wird der Glaube an Gott und die Verbindung zu ihm zerstört. Wer sich mit Yoga eingelassen hat, soll sich von dieser okkulten Methode lösen und abwenden. Durch die persönliche Entscheidung gibt die Person diesen Dämonen Anrechte und öffnet ihnen Türen.“

OMG!

Meine Güte! Aber es kommt noch besser, ein Webseite von selbsternannten christlichen Coach:

„Yoga hat antichristlichen und okkulten Charakter; Yoga verstößt gegen den christlichen Glauben und das Wort Gottes. Yoga ist eine religiöse Heilslehre mit antichristlichem Charakter. Yogatexte lehren, der Mensch könne sich selbst erlösen, durch entsprechende Yogaübungen und Rezitationen (Mantren), die indische Gottheiten anrufen. Aus biblischer Sicht öffnen Yogaübungen die Tür zum Reich und zu den Mächten der Finsternis, deren Oberster die Schlange ist. Nicht zufällig nennen Yogis die Kräfte, die sie mobilisieren wollen, Schlangenkraft (oder Kundalini)!“

Eine Webseite die sich mit „Christen in der Endzeit“ befasst, verbreitet folgendes:

„Heilungen durch Hypnose sind dämonisch bedingt und daher abzulehnen.
Akupunktur ist eine östliche Heilmethode. Die Nadeln werden oft vor der Anwendung mit einem satanischen Segen belegt. So halten bei dieser Heilungsmethode Dämonen Einzug in den Menschen. Bei vielen östlichen Religionen wird Meditation verwendet. Dämonen ergreifen auch Besitz von den Menschen die Yoga und Meditation betreiben.“

Abschließend noch zwei Bespiele von Versen an denen sich solcherlei Fundamentalisten laben können:

„Arbeitet nicht mit Ungläubigen zusammen. Denn was hat die Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit zu tun? Was hat das Licht mit der Finsternis gemeinsam?“ Kor 2.6.14

„Wer einen einfachen Gläubigen ärgert, sollte mit einem Mühlstein am Hals im tiefsten Meer ersäuft werden.“ Mt 18,6

Yoga und Christentum

Yoga und Christentum

Facebook Kommentare

comments

Über uns Narada

Ich bin als Lehrer & Ausbilder für Meditation, Yoga und Advaita Vedanta tätig und versuche meinen Lebensunterhalt als Reiseveranstalter zu erwerben. Nebenbei betreibe ich diese Seiten um meinem großen spirituellen Mitteilungsbedürfnis einen weiteren Kanal zu geben. Alle Inhalte meiner Seite stehen dir kostenfrei zur Verfügung und sie dürfen unter Angabe der Quelle gerne weiter verwendet werden! Wenn du mich bei meiner Arbeit unterstützen willst, Kommentiere, Like und Teile einfach meine Beiträge... :-)