Patanjali Yoga Sutra. Raja Yoga – Kontrolle des Geistes

Bücherwurm in Rishikesh

Das Raja Yoga wie er von Patanjali in seinem Yoga Sutra definiert wurde, beschäftigt sich mit der Psyche und dem Umgang mit Gedanken und Gefühlen.

Patanjali definierte Raja Yoga im Yoga Sutra

Das Yoga Sutra formuliert den Raja Yoga Weg, im Integralen Yoga bilden die verschiedenen Yoga- Wege ein System der ganzheitlichen Entwicklung aller Facetten des Menschen. Es wird parallel an den verschiedenen Bereichen unseres Seins gearbeitet, um sich zum großen Ziel des Yoga anzunähern.

Da es im Yoga um universelle Prinzipien geht, haben die konkreten Yoga Wege natürlich Entsprechungen. So kann man letztlich alle Psychologisch und Therapeutischen Ansätze im Yoga System unter Raja Yoga einordnen. Das Raja Yoga wurzelt in einen klassischen Text des Meisters Patanjali, der vor etwa 2000 Jahren den „Yoga Sutra“ formulierte.

Patanjalis Ashtanga Yoga

Der bekannteste Teil des Patanjali Yoga Sutra ist sicher das „Ashtanga“, die Acht Glieder des Raja Yoga. Hier wird der Spirituelle Weg als Acht- Gliedrig beschrieben und bietet ein Konzept zur ganzheitlichen Entwicklung hin zur Selbstverwirklichung. Hier wird sehr stark betont, das spirituelle Entwicklung immer einher gehen sollte mit Ethik und Moral. Um das Einheits- Bewusstsein zu erfahren, ist es zwingend notwendig achtsam und liebevoll mit sich und den anderen erschöpfen dieser Welt umzugehen. Nur dann kann man sich frei machen und ganz nach innen gehen.

  •  Die acht Glieder des Raja Yoga – das Patanjali Ashtanga Yoga
    Hier ein Vortrag von mir über diese Landkarte auf dem Raja-Yoga Weg. Sie zu kennen hilft zu wissen wo der Weg langführt und was zu beachten ist!
  • Yamas und Niyamas des Yoga Sutra – die ersten 2 Glieder des Ashtanga Yoga
    Dies sind die ethisch-moralischen Grundlagen für den spirituellen Weg ohne diese die geistige Entwicklung gefährlich ist.

Das Patanjali Yoga Sutra beschäftigt sich mit Fragen wie: „Wer bin ich? Wie funktioniert der Geist? Wie nutze ich meinen Geist?“ Dabei versucht er weitestgehend auf ein Konzept von Gott zu verzichten, wodurch der Text im westen sehr beliebt ist. Auch von Psychologen und Therapeuten wird der Text gerne genutzt, da die Grundlagen der Psyche sehr klar beschrieben werden.

Patanjali hat großen Einfluss auf den modernen Yoga

Patañjali soll neben dem Yoga Sutra noch einige weitere Werke hinterlassen haben, jedoch ist es sehr umstritten ob es sich dabei um ein und den selben Patanjali handelt.

Konkret soll Patanjali:

  1. Autor des Mahābhāṣya sein, einem Werk über Sanskrit Grammatik und Linguistik.
  2. Einen Ayurveda Grundlagen Text verfasst haben.

Da die einzelnen Texte offenbar zeitlich weit auseinander liegen und völlig andere Schreibstile haben, wir allgemein angenommen es handelt sich bei den beiden genannten nicht um den Patanjali des Yoga Sutra.

Die Mythologie sagt Patanjali sei eine Inkarnation der Weltenschlange Shesha, Patanjalis Mutter habe um ein Kind gebetet und ihr sei eine Schlange in die Hand gefallen aus der heraus Patanjali gewachsen ist. Patanjali wird daher oft dargestellt mit einem Unterleib als Schlange.

Esbildet sich der Name Patanjali aus:

  1. Pat: „Gefallen“ und
  2. Anjali: „gebetsgeste mit gefalteten Händen“.

Das Patanjali Mantra:

yogena cittasya, padena vācāṃ, malaṃ śarīrasya ca vaidyakena ।
yo’pākarot taṃ pravaraṃ munīnāṃ patañjaliṃ prāñjalir ānato’smi ॥

„Mit gefalteten Händen verneige ich mich vor Patañjali, dem vortrefflichen Wildasketen,
der die Unreinheit des Geistes durch Yoga, der Sprache durch Grammatik, des Körpers durch Heilkunde ausgemerzt hat.

Patanjali und die Yoga Sutras. Einführung und Hintergründe:

Ich arbeite daran schrittweise den Patanjali Yoga Sutra zu Kommentieren und dabei verschiedene Übersetzungen zu präsentieren. Hier möchte ich einen Überblick über die bisherigen Inhalte geben. Dabei möchte ich die Logik der Struktur von Patanjali und seinem Yoga Sutra vermitteln, um dem Leser so ein umfassendes Verstehen zu ermöglichen.

Ich kann es nur jedem spirituell interessierten Menschen empfehlen sich mal intensiv mit diesem Grundlagenwerk auseinander zu setzen. Vor allem den vergleich verschiedener Kommentare und Übersetzungen finde ich sehr bereichernd.

Das erste Kapitel des Patanjali Yoga Sutra „Samadhi-Pada“

Soweit das 1. Kapitel „Samadhi Pada“ der Yoga Sutras des Patanjali.

Das zweite Kapitel des Patanjali Yoga Sutra „Sadhana-Pada“

 Das 3. Kapitel des Patanjali Yoga Sutra „Vibhuti-Pada“

In der nächsten Zeit werde ich schrittweise durch die restlichen der 196 Verse des Patanjali Yoga Sutra hindurch gehen, und euch an meinen Überlegungen dies bezüglich teilhaben lassen. Ich bin weder ein Schriftgelehrter, noch ein erleuchteter Lehrer. Ich bin ein (mehr oder weniger) bescheidener Sucher auf dem Weg zur Wirklichkeit, und so ist es nur mein eingeschränkter Blickwinkel auf die Dinge, den ich hier präsentieren kann. Ich hoffe mit meinen Gedanken niemanden zu verwirren, sondern Klarheit zu schaffen.

Bitte fühle dich frei, mich zu Kritisieren und auf Fehler aufmerksam zu machen. Denn nur dadurch, klar gespiegelt zu werden können wir wachsen!

 

Durga Ma

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