Yoga Wege – die Ebenen des ganzheitlichen und integralen Yoga

Yoga Wege

Yoga Wege

Vortrag und Text über die Yoga Wege in Theorie und Praxis.

Yoga ist bekanntlich weit mehr als Körper– und Atemübungen, es ist nicht nur eine indische Art der Körperertüchtigung. Es geht im Yoga um eine Transformation von Körper, Geist und Seele, um eine Entwicklung des Menschen auf allen Ebenen. Dazu braucht es verschiedene Dimensionen von spirituellen Übungen, bzw. eine Öffnung des gesamten Systems.

Um die Selbstverwirklichung zu erreichen, also den Urgrund der Seele zu erkennen, soll mit dem Yoga zunächst auf allen Ebenen daran gearbeitet werden klar und rein zu strahlen und leuchten. Mit dem ganzheitlichen System des integralen Yoga bzw den Yoga Wegen werden die verschiedenen Ebenen zugleich bearbeitet, verbessert, geöffnet und gereinigt und damit auf die Erkenntnis des Selbst vorbereitet.

Vortrag über die Yoga Wege:

Die Wege des Yoga sind im einzelnen:

Ebenen & Wege des integralen Yoga

Es gibt verschiedene Wege oder Ebenen im Yoga. Man kann sagen: „Yoga ist ein ganzheitliches System zur Entwicklung von Körper, Geist und Seele“. Das höchste Ziel des Yoga welches angestrebt wird ist Moksha, die Befreiung von allem Leid, also die Selbstverwirklichung. Das bedeutet die Erkenntnis des Selbst oder das Sich-Verbinden mit Gott. Es gibt über 20 verschiedene mögliche Übersetzungen ins Deutsche von dem Wort „Yoga“. Letztlich bedeutet es dasselbe, wie auch das griechische Wort „Religion“ ausdrückt. Religion setzt sich zusammen aus „re-ligare“, Ligare, da steckt das Wort Legieren- Verbinden drin. Also Religion heißt vom Wortursprung her ein „Wieder-Verbinden“ des Menschen mit Gott.

Ziel des Yoga lässt sich verschieden Beschreiben, es ist die Selbsterkenntnis oder das Hingeben an Gott oder das Realisieren der Nondualität, das Eintreten in das Einheitsbewusstsein. Und um dieses Ziel zu erreichen, gibt es ganz viele unterschiedliche Wege bzw. Praktiken die auf verschiedenen Ebenen ansetzen. Der Mensch wird in diesem ganzheitlichen, integralen System als ein multidimensionales Wesen verstanden, welches eben ganz viele verschiedene dimensionale Ebenen hat, wir versuchen im Yoga gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen zu arbeiten. Diese unterschiedlichen Yoga-Wege führen zum selben Ziel und sie beinhalten unterschiedliche Denksysteme. Die Wahrheit oder die Verwirklichung liegt jenseits von Konzepten und jenseits des Beschreibbaren. Und deswegen versuchen wir verschiedene Konzepte zu benutzen, die auf dasselbe hinweisen, um irgendwann zu verstehen, was der Sinn des Ganzen ist.

Bhakti & Jnana Yoga

Bhakti und Jnana- das sind traditionellerweise die beiden wichtigsten Yoga-Wege, es sind die erprobtesten und zuverlässigsten Wege, um das höchste Ziel zu erreichen.

  • Bhakti Yoga beschäftigt sich vor allen Dingen mit dem Herzen, dem Gefühl und mit Liebe. Es gibt in diesem „Weg der Hingabe“ klare Methoden und auch einfach die innere Einstellung, dass es darum geht, das Herz zu öffnen für „Gott“, was auch immer man darunter versteht. Bedingungslose, allumfassende Liebe zu kultivieren, um dadurch mehr und mehr sich zu verbinden mit Gott, das ist Bhakti Yoga, also der Weg über das Herz.
  • Jnana Yoga beschäftigt sich mit der Philosophie oder mit der Beschreibung der Wirklichkeit, diese Lehre wird Advaita Vedanta genannt. Es ist der Weg der Erkenntnis und des Wissens, wo es darum geht, sich mit Lehren oder Aussagen über die Wirklichkeit immer mehr von geistigen Konzepten zu lösen und diese zu transzendieren und zu schauen, was jenseits des Verstandes liegt oder jenseits des rational Erfassbaren.

Diese beiden Wege werden von den Meistern als die Wichtigsten beschrieben, weil diese sozusagen direkt und zuverlässig  zum Ziel führen. Bhakti Yoga, Weg der Liebe und des Herzens, Jnana Yoga, Weg der Erkenntnis oder der Transzendierung des Verstandes. Im ganzheitlichen Konzept des integralen Yoga arbeiten wir gleichzeitig mit anderen Methoden. Klassischerweise spricht man von vier Wegen, Raja- und Karma Yoga werden noch dazu gezählt.

Raja & Karma Yoga

  • Karma Yoga ist letztlich keine Praktik, sondern es ist eine geistige Einstellung. Karma Yoga heißt letztlich selbstloses Handeln. Letztlich können wir nicht selbstlos handeln, sondern es ist der Versuch, selbstlos zu handeln. Also zu handeln, wie wir das im Yoga sagen, ohne an den Früchten der Handlungen zu hängen.
  • Raja Yoga dreht sich darum, den Geist und die damit verbundenen Gedanken und Gefühle zu analysieren, zu beobachten und die Muster und Programme aufzulösen, also es geht im Raja Yoga darum, den Geist zu beherrschen. Raja Yoga gilt auch als eine der schwierigsten Yoga-Wege, es braucht es einen sehr starken Willen und einen klaren Geist, um über diese Methoden den Geist zu beherrschen.

Das sind also die vier klassischen Yoga-Wege, wobei die ersten drei, Bhakti- , Jnana- und Karma Yoga vor allen Dingen in der Bhagavad Gita ausformuliert wurden. Das Yoga Sutra des großen Weisen Patanjali ist Quelltext des Raja Yoga.

Hatha & Kundalini Yoga

Im Laufe der Zeit haben sich in der Geschichte des Yoga neben den oben genannten klassischen 4 Yoga Wegen noch andere herauskristallisiert. Es ist zwar so, dass die Körpertechniken auch uralt sind, allerdings hatten die nie den Stellenwert, dass sie als eigenständiger spiritueller Weg betrachtet wurden. Das hat sich erst entwickelt vor etwa 1 000 Jahren. Da gab es eine Bewegung der sogenannten Nath Yogis in Indien, die Hatha-Yoga- und Kundalini-Yoga-Praktiken als eigenständigen spirituellen Weg ausgearbeitet haben.

  • Hatha Yoga ist die körperliche Ebene. Es wird im Hatha Yoga gesprochen von den „fünf Säulen des Hatha Yoga„, das sind im einzelnen: richtige Körperübungen, richtige Atemübung, richtige Entspannung, dann richtige Ernährung und positives Denken oder Meditation. Vor allen Dingen ist es natürlich Asana, Pranayama und Entspannung, womit man sich beschäftigt. Die Idee letztlich ist, über die Körperübungen zu einem besseren Körperbewusstsein zu kommen und so Körper, Geist und Seele mehr und mehr zu einer Einheit werden zu lassen. Es geht beim Hatha Yoga nicht um Gymnastik, sondern Hatha-Yoga-Übungen werden zu Yoga-Übungen dadurch, dass wir uns ganz darauf konzentrieren und fühlen, was passiert.
  • Kundalini Yoga ist dann der Weg der Energie, wo wir mit unserem Energiefeld, mit unserer Aura arbeiten. Das sind letztlich auch ganz ähnliche Praktiken wie im Hatha Yoga, nur dass der Fokus hier mehr auf Energie statt auf den Körper gelegt wird. Im Kundalini Yoga arbeitet man dann zum Beispiel auch mit Mantras, mit Klängen, die auf den Körper einwirken und mit Bewusstseinslenkung. Also die Konzentration auf die Chakras, auf die Energiefelder und Fühlen von Energieströmen im Inneren sind da wichtige Praktiken. Und vor allen Dingen geht es im Kundalini Yoga um Pranayama- Atemtechniken.

und hier noch ein kurzes Video meinerseits zum Thema:

Yoga in Jyotirmath

 

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Über uns Narada

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